Flims Winter-Wandern

30. März - 01. April 2007

Auch Spazieren resp. Marschieren war ein interessantes Vergnügen am Ski-Weekend in Flims.

Nachdem unsere Freundin Yvonne Müller beim Skifahren am First in Grindelwald von einem Snöber über den Haufen gefahren wurde und sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog, wussten Fränzi und ich: Am Schlussweekend in Flims leisten wir Yvonne Gesellschaft – ohne Skier.

Am Samstagmorgen wählten wir den schönen Spazierweg zum Cauma-See und nach Conn. Welche Kulisse tat sich uns da auf! Wir bestiegen die neu eröffnete spektakuläre  Aussichtsplattform und waren überwältigt von dem atemberaubenden Blick hinunter zum  türkisfarbenen Cauma-See. Obwohl er zurzeit sehr wenig Wasser führt (anscheinend eine technische Katastrophe!), ist die Bezeichnung in einem Märchen treffend: Der See wird dort als flüssiger Edelstein bezeichnet, es spiegelt sich das Blau der Saphire und Aquamarine, das Grün der Smaragde, und wenn den See die Brise kräuselt, so tanzen Tausende von Diamanten obenauf. Der Cauma-See wird von unterirdischen Quellen gespeist.

Caumasee, Foto April 2007

Aber auch der „Little Swiss Grand Canyon“ war ein grandioser Anblick! Die einzigartige Rheinschlucht mit ihren weissen, steilen und bizarren Kalkwänden! Da haben die natürlichen Kräfte der Natur aber geschafft! Wir drei waren total fasziniert!

Weiter führte unser Spaziergang nach Conn. Es gibt hier ein herrlich gelegenes Gasthaus, aber wir hatten am Morgen so gut gefrühstückt, dass wir noch keine Lust zur Einkehr verspürten.

Am Nachmittag unternahmen wir noch einen Dorfbummel. Wir begutachteten hier und dort die „Ausverkaufsangebote“ – aber unser Portemonnaie blieb im Rucksack verstaut. Dafür fanden wir ein schönes Café, wo wir uns in der Sonne niederlassen konnten. Ich trank einen herrlichen Capuccino mit Schlagrahm. Bald einmal gesellten sich Karl und Claudia zu uns, und wir plauderten und plauderten ...

Am Sonntag wollten wir unseren Skipass einsetzen und planten eine Tour in die Höhe. Zuerst fuhren wir – fast als einzige Gäste – mit dem Sessel nach Spaligna, weiter ging es in die Höhe nach Naraus, von wo aus wir unsere „Bergwanderung“ nach Startgels unternahmen. Der Wanderweg war teils etwas beschwerlich mit Schneematsch bedeckt, aber nach einer Stunde erreichten wir Startgels. Von dort aus ging es mit der Bahn nach Grauberg, wo wir den „Winterspazierweg“ nach Nagens wählten. Es war eine wunderbare Route neben der Skipiste, den grünen Stöcken entlang, vor uns das herrliche Bergpanorama, und wir waren nach gut zehn Minuten ganz enttäuscht, dass wir bereits die Bergstation Nagens erreichten. Wir hätten so noch lange spazieren wollen ... In Nagens trafen wir einige unserer Skifahrerinnen, und auch die Nicht-Skifahrer/innen verbrachten eine gemütliche Mittagsrast im Gasthaus. Wie schon am Samstag trafen wir Karl und Claudia und Kurt, mit denen wir eifrig diskutierten, bis wir alle mit der Bahn wieder nach Flims hinunterfuhren und uns auf die schöne Rückfahrt nach Zürich freuten – bei fast Sonnenschein.

 Es war ein wunderschönes Wochenende – auch für Nicht-Skifahrerinnen!

 Heike