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Um 1512 heiratete Lucas Cranach die Tochter Barbara des Bürgermeisters von Gotha Jobst Brengebier. Aus dieser Ehe stammen drei Kinder, Barbara, Lucas und Anna. Martin Luther war Taufpate der Anna. Cranach wurde von seinem Mäzen in den Adelsstand erhoben. Vom Kurfürsten erhielt Cranach auch sein Wappen, die geflügelte Schlange, die fortan als Signatur auf allen seinen Bildern erscheint. Cranach war aber nicht nur Maler, sondern auch Geschäftsmann und Apotheker. Am 06.12.1520 erhält Lucas Cranach d.Ä. ein kurfürstliches Apothekenprivileg und damit eine sehr solide Geschäftsgrundlage. Sein gut gehender Minikonzern (Cranach führte eine Apotheke, eine Druckerei und einen Buchladen) gaben ihm beträchtlichen Einfluss in der Stadt und erlaubten ihm, in Wittenberg zweimal zum Bürgermeister gewählt zu werden. Als Maler war Cranach vielseitig. Neben der Malerei betätigte er sich auch als Zeichner, Illustrator, Holzschnittentwerfer und Kupferstecher. Seine Werke waren farbenfroh und detailliert. Nach 1518 zog er einen fast fabrikmäßigen Werkstattbetrieb auf, in dem auch seine Söhne mitwirkten. Leider war diese Massenproduktion der Originalität seiner Bilder und seinem Ruf als Maler sehr abträglich. Cranach war befreundet mit Martin Luther, dessen Thesen ihm sehr zusagten. Er und seine Frau Barbara waren Trauzeugen bei Luthers Hochzeit. Fast alle Bilder von Martin Luther stammen von Lucas Cranach. Er unterstützte während seiner Zeit in Wittenberg aktiv die Reformation. Konsequenterweise folgte er mit immerhin 78 Jahren seinem Kurfürsten Johann Friedrich dem Großmütigen 1550 freiwillig in die Gefangenschaft nach Augsburg und 1551 nach Innsbruck. Zu diesem Zeitpunkt übernahm sein Sohn Lucas Cranach der Jüngere die Werkstatt und die Geschäfte (inklusive der Apotheke). 1552 aus den Diensten des Kurfürsten entlassen zog er zu seiner Tochter Barbara nach Weimar. Lucas Cranach der Ältere starb am 16.10.1553 in Weimar.
Cranachhof in Wittenberg, Blick auf die Werkstätte |
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Das Gnadenbild Mariahilf hat er 1537 geschaffen. Es befindet sich seit 1650 in Innsbruck. |