Die Benediktinerabtei Murbach wurde im Jahre 727 unter dem hl. Pirmin
nach einer Schenkung eines Grafen Eberhard gegründet. Pirmin soll 12 Mönche aus
der Abtei Reichenau mitgebracht haben. Die Abteikirche entstand vermutlich nach
1150 und ist eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke im Elsass. Am
Chorhaupt und Giebel befindet sich reicher Figurenschmuck und Verzierungen.
Dort, wo das Kirchenschiff einmal stand, ist heute ein Friedhof. Das Langhaus
wurde 1739 abgebrochen um für einen Neubau Platz zu schaffen. Dazu kam es aber
nicht.
Lange Zeit galt Murbach als das Zentrum karolingischer
Renaissance. Seine Bibliothek umfasste tausende von Handschriften. Die Murbacher
Manuskripte sind heute in Städten wie Colmar, Gotha, Epinal, Besançon,
Genf, Oxford, Strassburg, Basel, Wien, Berlin oder Manchester zerstreut.
Vom 8. Jh. an gehörte das Oberelsass zur Diözese Basel und das Unterelsass
zur Diözese Strassburg. Die Kontakte zwischen elsässischen geistlichen
Fürstentümern und Klöstern und solchen im Gebiet der heutigen Schweiz waren sehr
eng: Ein Bischof von Basel war z.B. gleichzeitig Abt von Murbach.
Die Mönche aus Murbach gründeten im Jahre 750 das Kloster 'Im Hof' in Luzern,
das bis 1291 fest zu Murbach gehörte. Das Kloster 'Im Hof' blieb der
elsässischen Abtei in geistlichen Angelegenheiten noch bis 1456 unterworfen.
Danach wurde die Hofkirche in ein Chorherrenstift St. Leodegar
umgewandelt.

Zum Benediktiner Kloster in Luzern gehörte auch ein Meierhof in
.