Titelbild ROSHEIM

die romanische Kirche Sankt Peter und Paul

Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert (1132-1168) erbaut. Der Grundriss ist ein Kreuz in Ost/West Orientierung bestehend aus einem dreischiffigen Langhaus mit einem ausladenden Querhaus. In seinem Mittelpunkt ragt ein hoher oktogonaler Turm in den Himmel. Der Rest eines nicht vollendeten Vorgängerturms ist im Winkel zwischen südlichem Querhaus und Chor eingeschlossen. Der Tambour des Glockenturms mit vier Spitzbogenfenstern wurde Ende des 13. Jahrhunderts aufgestockt. Zwei kauernde männliche Figuren schmücken den Zwickel am Fuss des romanischen Vierungsturmes. Auf der S/O Seite des Turmes zerreist ein Löwe gerade ein Lamm.

Im Inneren der Kirche befindet sich eine Silbermann Orgel aus dem Jahre 1733.

Sankt Peter und Paul in Rosheim

Figur am Vierungsturm

Figuren am Dach

romanisches Eingangsportal

Im Inneren der Kirche fallen die massiven Rundsäulen auf. Sie sind mit verschiedenartigen Kapitellen geschmückt. Eine Säule trägt 21 Köpfe, deren verschiedene Gesichtsausdrücke die Vielfältigkeit des Lebens widerspiegeln.

Die ursprüngliche Kirche wurde 1132 durch ein Feuer zerstört. Die Stadt war damals im Besitz der Hohenstaufer, deren Macht die Errichtung einer neuen Kirche ermöglichte. In der Romanik reisten die Baumeister von einer Baustelle zur anderen, was eine Ähnlichkeit der Bauwerke hinsichtlich des Architekturstils oder der Auswahl des Dekors erklärt.

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