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Gleich hinter St. Peterszell beginnt der Aufstieg nach Hofstetten. |
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Hofstetten ist nicht nur ein idyllisch gelegener Weiler, sondern enthält auch eine der bedeutsamsten Bauernhauseinheiten des Toggenburgs. Das erste und das letzte Gebäude der Dreiergruppe am Weg sind Bauten eines Bregenzerwälder Zimmermanns und in Giebelinschriften datiert (1684). Das mittlere in gleicher Weise gekennzeichnete Haus stammt vom Herisauer Meister Ulrich Zohner aus dem Jahre 1622. Die beiden jüngeren Bauten sind so genannte “Doppelhäuser” mit symmetrischer Hausfassade, bei denen ein Mittelgang von der Front her das Gebäude bis unter den First in zwei Hälften aufteilt und erst durch einen Quergang den Zutritt zur gemeinsamen Firstkammer erlaubt. Die Stattlichkeit der Gebäude deutet an, dass sie nicht bloss ladwirtschaftlichen Zwecken dienten, sondern dass hier Passanten und Pilger beherbergt wurden. |
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Von Hofstetten führt der Weg nach Überquerung des Schifentobels weiter bergauf über den Hof Nidwil und den Eichbüel auf die Höhen des Reiterberges zum Gasthof Churfirsten (Bild). Das ursprüngliche Jugendstilhotel "Churfirsten" ist 1939 abgebrannt und wurde neu aufgebaut. |
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Von hier auf 990 m Höhe hat man einen fantastischen Rundblick. Im Hintergrund der noch schneebedeckte 'Speer'. Er ist mit 1'956 m Europas höchster Nagelfluh-Berg. |
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Panoramafoto |
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Dann geht es wieder abwärts Richtung Wattwil. |
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Auf herrlichen Wiesenwegen zwischen blühenden Obstbäumen unterwegs nach Wattwil. |
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In der Ferne erkennt man die Burg Iberg. |
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Nach der Durchquerung von Wattwil - zum Teil an der Thur entlang - führt der Weg wieder steil bergauf zur Burg Iberg. Auf einer Tafel kann man dort die Geschichte nachlesen (gekürzt): Es ist nicht zu verwundern, dass sich die Grafen von Toggenburg und die Äbte des Klosters St. Gallen, deren Grundherrschaften bunt durcheinander lagen, oft als Rivalen gegenüberstanden. Um das Jahr 1240 liess der Abt durch seinen damaligen Dienstmann aus dem Geschlechte der Iberg ob Wattwil eine Burg bauen. Die Festung Iberg sollte damals die überaus wichtigen Passübergänge über den Ricken und die Laad und damit die Rechte des Abtes sichern und jede kriegerische Handlung des Grafen überwachen. Kaum war das Werk vollendet, überfiel Graf Kraft I die Feste. Um die Iberg wieder in seine Hand zu bringen, baute der Abt um 1253 auf der östlichen Talseite, in der Waldwilde der Pfanneregg (am Weg vom Thurtal über Hemberg in das damals noch äbtische Appenzell) die Veste Bärenfels. Bereits im Jahre 1259 nahm der Abt das Schloss Iberg wieder ein. Später führten die Äbte und das Grafenhaus um den Besitz der Iberg noch öfters Fehden und auch von andern Kriegsereig-nissen wurde die heissumkämpfte Veste umbrandet. Die Geschichte des Zerfalls beginnt um 1710 mit den Wirren vor dem Toggen-burger Krieg. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts liessen sich Lehensleute im Schloss nieder und aus der Veste wurde ein Bauern- und Gasthaus. Da niemand mehr für den Unterhalt des Baus sorgte, zogen dessen Bewohner anfangs des letzten Jahrhunderts aus dem schadhaften Gebäude weg und die Burg stand an die zwei Jahrzehnte leer. Und – so lesen wir in der von Kaplan Kobler über die Iberg verfassten Geschichte – dann kam der schwarze Tag, da Jakob Schwander's Unverstand und die Interesselosigkeit seiner Mitbürger die einst so stolze Veste zu einem trostlosen Trümmerhaufen machten. Fabrikant Schwander liess 1835 den gewaltigen Dachstuhl abbrechen und alles Holz und die Ziegel wegführen, wütend darüber, dass die Gemeinde seinen Vorschlag, das Schloss als Armenhaus zu übernehmen, ablehnte. Schutzlos dem Wetter preisgegeben, zerfielen die Mauern. Im Jahre 1883 ging dann die Burgruine durch Schenkung in das Eigentum der Gemeinde über. Heute erinnert noch der im Jahre 1902 wieder aufgebaute Turm auf prächtiger Anhöhe westlich des Dorfes an die vergangenen, bewegten Zeiten.
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Aussicht von der Burg Iberg: Im Hintergrund die noch schneebedeckten Churfirsten |
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Der Anstieg endet am Laadpass (Heid 990 m) |
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Von nun an geht's bergab.... |
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...zum Dorf Walde mit barocker Pfarrkirche |
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Vor Rüeterswil taucht der Zürichsee auf. Das Ziel Rapperswil und der Seedamm sind erkennbar. |
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In Rüeterswil befindet sich in der Kapelle eine Jakobusstatue, die wir selbstverständlich besucht haben. |
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Kurz danach ist St. Gallenkappel erreicht. Wir besuchen die barocke Grubenmann Kirche. |
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Im Inneren sieht es sehr barock aus. Die beiden Figuren am Altar (Mitte) sind Laurentius und Gallus. |
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Die Jakobuskapelle in Neuhaus ist der Endpunkt meiner Appenzellwegwanderung. Nur Marianne läuft noch 11 km weiter nach Rapperswil. Wir nehmen die Jakobusline (Lokalbus nach Rapperswil). Wie bestellt kommt der Bus gerade daher. (Ob ihn Jakobus geschickt hat?) Die Kapelle übrigens stammt aus dem Jahr 1695. Sie wurde an Stelle einer noch älteren Kapelle aus dem Mittelalter errichtet. Die Glocken im kleinen Türmchen tragen die Jahreszahl 1599. |
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Appenzellerweg |