Nach ca. 200 km Pilgern ist das Ziel erreicht. Eindrucksvoll liegt die romanische Kathedrale vor uns. Wir nehmen Quartier im Accueil Abbaye Sainte Foy, hinter der Kirche und wurden von den Mönchen herzlich aufgenommen.

 

Conques liegt auf einem Berghang. Für dieses Foto musste ich ins Tal hinab und auf der anderen Seite wieder hinauf steigen! Aber die Kondition ist ja nach so viel Wandern nicht schlecht.

Die romanische Eglise Sante Foy wurde im 11. und 12. Jh. erbaut. Die Kirche hat zwei Stockwerke. Das Innere ist wie in allen romanischen Kirchen schlicht. An den Kapitälen der Säulen entdeckt man interessante Darstellungen und Verzierungen.

Die Apsis mit den Nebenkapellen

Ein Blick ins Innere der hohen Kirche

Romanische Plastiken schmücken die Kapitäle und die Wände.

Maria Verkündigung: Die Jungfrau zeigt ihre offene Hand zum Zeichen der Akzepanz, was immer auch geschehen wird.

Auf Grund der Fotos meint man der romanische Kreuzgang wäre komplett. Es ist aber nur ein Viertel und ein paar Bögen übrig.

Das mittelalterliche Stadtbild von Conques ist einheitlich erhalten, der Besucher wähnt sich in einer anderen Zeitperiode.

 

Das Tympanon des jüngsten Gerichts, ursprünglich farbig, ist eines der wichtigsten Werke romanischer Bildhauerkunst. Rechts ist wild und phantasiereich die Hölle dargestellt, links stehen die Heiligen brav in Reih und Glied.

Hier wird eine Seele gewogen.

Das Höllentor

Die heilige Fides wird von der Hand Gottes berührt. Dahinter die Ketten der durch sie befreiten Christen.

Jeden Abend zu Orgelklängen wandelt sich im Inneren der Kirche die Beleuchtung und die Stimmung. Auch die milchigen Fenster aus dem Jahre 1994 nehmen andere Farben an.

Dieses Panorama Bild lässt sich vergrössern

Die romanische Statue der heiligen Fides (Foy).  Sie befindet sich im kleinen Museum bei der Kirche (Tresor).

Fides war 13 Jahre alt, als sie nach der Legende wegen ihres standhaften Glaubensbekenntnisses unter Maximinian Herkulaeus um 307 auf einem glühenden Rost gemartert und enthauptet wurde.

Ihre Reliquien wurden ca. 860 von Agen nach Conques übertragen (eigentlich wurden sie gestohlen) , wo Fides als Sainte Foy verehrt wird.

1094 kamen Teile der Reliquien nach Sélestat (Schlettstadt) im Elsass. Dort gründete Hildegard von Büren, die Witwe eines Hohenstaufen mit Hilfe der Mönche von Conques ein Priorat St. Fides.

Andere Reliquienteile gelangten in die Schweiz nach St. Gallen und ins Elsass.

Wissenswertes über die

und die Orte ihrer Verehrung
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Hier führt der Pilgerweg aus der Stadt heraus. Wir nehmen Abschied von Henrike, Christoph und Jutta, die weiterpilgern, während wir noch einen Tag in Conques bleiben.

Alle Pilger, die in der Abbaye wohnten, haben für die abendliche Pilgermesse das Lied Ultreiageübt. Nach dem Gottesdienst gab es noch ein Konzert in der dunklen Kirche. Hans und ich standen auf der Empore bei der Orgel und durften einige Lieder singen.

 

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