Zeitig in der Früh geht es weiter der Ulster entlang, bis knapp vor Hilders ein neuer Radweg, der Milseburgradweg, beginnt. Wieder ist es ein aufgelassenes Bahntrasse mit Stationshäuschen und Signalen. Es geht stetig aber sanft bergauf. Auf Tafeln wird die Geschichte der Eisenbahn dargestellt und das Streckenprofil wird gezeigt. Da entdecke ich, dass die Bahn am Scheitelpunkt der Bergstrecke durch einen Tunnel führt und daneben steht: Umfahrungsstrecke. Ich befürchte Ärgstes. Gross ist die Freude, als sich später herausstellt, der Radweg führt durch den Tunnel. Es geht bergab. Es ist ein herrliches Erlebnis durch den 1,2 km langen Tunnel zu sausen. Anschliessend geht die Fahrt immer leicht bergab bis knapp vor Fulda.

Der Milseburgradweg steigt immer sanft bergan. Im Bild die ehemalige Bahnstation Eckweisbach

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Um die Hinweise für die Benutzung des Milseburgtunnels lesen zu können (zum Vergrössern) auf die Lupe klicken!

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Einfahrt in den Milseburgtunnel

Im Tunnel: Los, jetzt geht es bergab!

Solch schöne Brücken - hier über eine Strasse - hat man für die Radfahrer gebaut. Hut ab!

Das ursprüngliche Eisenbahntrasse führt zum Bahnhof Fulda, aber knapp vor Fulda ist es mit der Herrlichkeit vorbei und der Radweg hört auf, bzw. wird auf normalen Strassen am Gehweg weitergeführt.

Durch das Paulustor kommen wir zum Domplatz. In meinen Unterlagen finden wir ein günstiges Gasthaus auf der anderen Seite des Flüsschens Fulda. Als wir einen Radfahrer nach dem Weg fragen und er draufkommt, dass wir von Leipzig bis hierher gefahren sind, führt er uns zum Gasthaus. Ist es ein Zufall? Wir fahren exakt auf dem Jakobsweg! Ohne Gepäck geht es mit dem Rad zur Stadtbesichtigung. Wir verabreden uns zum geführten Stadtrundgang um 15:00 beim Touristenbüro. Jetzt suche ich die Geschäftsstelle des Rhönklubs. Er ist für die Markierung des Jakobswegs verantwortlich. Dort habe ich via Internet Wanderkarte und Faltblatt bestellt, aber noch nicht bezahlt. Leider ist das Büro geschlossen und ich stecke das Geld in ein Couvert. Dann besuche ich das Dommuseum und bewundere den silbernen Reliquienaltar des Bonifacius.

 

Fuldaer Dom, 1704 bis 1712 nach Plänen des Dombaumeisters Johannes Dientzenhofer erbaut. Teilweise wurden die Türme der romanischen Vorläuferkirche verwendet.

Michaelskirche. Krypta und Kapitelle stammen aus dem
Gründungsjahr 822, der aufgehende Bau aus dem 11. und 13. Jahrhundert.

Im Dom in der Krypta befindet sich die Gruft des heiligen Bonifacius. Das Altarbild stellt seine Erdolchung dar, darunter sieht man seine Auferstehung - mit Hilfe von Engeln drückt er der Sargdeckel hoch.

Rochus, er zeigt auf sein Knie,  und Jakobus mit Buch und Wanderstab stehen friedlich nebeneinander im Dommuseum zu Fulda
 

Jakobuskapelle im Dommuseum: Silberner Altar mit dem Hauptreliquar des heiligen Bonifazius. Auch das Messer mit dem Bonifazius angeblich erstochen wurde, wird dort feierlich zur Schau gestellt.

 

Die Stadtführung beginnt. Es gibt aber nur zwei Teilnehmer, nämlich Hans und mich. Eine Privatführung!

Wir besuchen den Dom mit Bonifaciusgruft, den Schlossgarten mit der Orangerie und streifen ein wenig durch die Stadt mit vielen interessanten Erklärungen zu den Strassennamen und den Häusern.

Hans und unsere Stadtführerin

mittelalterliche Häuser

Mittelalterliche Häuser mit interessanten Figuren

Das Rathaus, ein wunderschöner Fachwerkbau

Das alte Rathaus, ein wunderschöner Fachwerkbau

Anschliessend besuche ich noch das Schloss und bewundere die verspielten Rokoko-Räume.

Schlossgarten und Orangerie

Schlossgarten und Orangerie. In dem schönen Saal ist heute ein Restaurant.

Schloss

Eingang ins Schloss, das heute als Verwaltungssitz der Stadt Fulda dient.

Rokokozimmer im Schloss

 

Nach dem obligaten Etappenbier mit Hans fahren wir über 'die Tränke' zurück in unser Quartier zum Abendessen.

Die Tränke

Durch diese alte Fuldaer Gasse 'Die Tränke' führt der Jakobsweg heraus aus der Stadt.


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Übersicht Jakobsweg Leipzig-Konstanz


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