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Die grösste Barockbasilika Deutschlands |

Als Pilger kommt man durch den "Hintereingang" ins
Benediktinerkloster und entdeckt zuerst den Welfen-Löwen. |
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Das Wappentier der Welfen erinnert daran, dass Altdorf-Weingarten vom 11.
Jh. der Stammsitz dieses Adelsgeschlechts war, das jahrhundertelang die
Geschichte Europas mitgestaltet hat und noch heute in den Häusern Hannover
und Windsor fortlebt.
Welf IV. gründete 1056 das Bene-diktinerkloster als Familiengrablege und
schenkte ihm 1094 eine Heiligblut-Reliquie, die im oberitalienischen Mantua
auf-gefunden worden war.
Die Welfischen Stiftungen haben die Ent-wicklung Weingartens bis auf den
heutigen Tag geprägt.
Hier in Weingarten steht eine Bronze-nachbildung des Braunschweigschen Löwen,
12. JH.
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Im
gleichen Hof steht auch diese Schild.
Noch 2400km bis Santiago.
Hier stand ich
schon mal, als ich mit dem Fahrrad unterwegs war - mit der Maus auf das Bild
fahren! |

Das ist die eindrucksvolle Front der barocken Kirche. Schon
viel früher erbauten die Mönche an Stelle einer kleineren Kirche eine
dreischiffige Säulenbasilika nach dem Vorbild des Münsters von Reichenau -
Mittelzell. Dieser romanische Bau konnte 1182 geweiht werden und diente den
Mönchen als Gotteshaus bis zum Neubau in der Barockzeit. Heute sind noch
Teile der Südwand, des Querschiffes und des Südturmes erhalten.
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1715 wurde die romanische Basilika abgerissen und noch im gleichen Jahr der
Grundstein für den Neubau gelegt. 1717 konnten bereits die Gewölbe
eingezogen werden. 1718 begann der Wessobrunner Franz Xaver Schmuzer mit den
Stuckarbeiten und Cosmas Damian Asam mit den Fresken. Beide vollendeten ihre
Arbeiten 1720. Am 10. September 1724 wurde die Kirche durch den Bischof von
Konstanz Graf Schenk von Stauffenberg geweiht. |
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Die Heiligblut-Reliquie
Es handelt sich hierbei um vom Blut Christi getränkte Erde
vom Berg Golgatha. Der Legende nach soll sie der bekehrte römische Hauptmann
Longinus nach Mantua gebracht haben. Dort wurde 1048 die Reliquie zwischen
der Stadt Mantua, dem Papst Leo IX. und Kaiser Heinrich III. geteilt. Dieser
schenkte seinen kostbaren Anteil zur Aussöhnung Graf Balduin von Flandern,
der sie wiederum seiner Tochter Judith vererbte.
Judith wurde die Frau von Welf IV. (in zweiter oder
dritter Ehe - das konnte ich nicht herausfinden). Welf IV. hat die Reliquie
dem Kloster geschenkt, wo sie im Altarsockel aufbewahrt wird. |
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Pröpstetafel mit Darstellung
Herzog Welfs IV., Tafelbild, 1585-1802, Rottenbuch, ehem.
Augustiner-Chorherrenstift St. Maria, das ebenfalls von Welf IV.
gegründet wurde. |
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Das Benediktinerkloster Weingarten wurde 1056 von Welf IV. als Grablege des
Welfengeschlechts gestiftet.
Zwölf Mitglieder der Welfenfamilie wurden in der Klosterkirche bestattet;
der letzte war Heinrich der Schwarze (+1126, Ravensburg), der Vater von
Heinrich dem Stolzen und Grossvater von Heinrich dem Löwen.
Ursprünglich befand sich die Grablege unter dem früheren, ebenfalls hier
befindlichen Heilig-Blut-Altar. Beim barocken Neubau der Klosterkirche
(1724) wurde die Grablege neu gestaltet.
König Georg V. von Hannover stellte im Jahr 1852 anlässlich eines Besuchs
bei seinen Weingartner Ahnen die Mittel für einen Neubau der Grablege zur
Verfügung, die 1859 im neuromanischen Stil errichtet wurde. |
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Joseph Gabler baute die Orgel 1737–1750 um die sechs Fenster herum, damit noch Licht in die Kirche fällt.
1983 wurde die Orgel durch Orgelbau Th. Kuhn AG (Männedorf am Zürichsee)
restauriert. |