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Stiftskirche St. Peter und Paul Die Stiftskirche zu Königslutter, heute allgemein Kaiserdom genannt, gehört zu den eindrucksvollsten romanischen Bauten in Niedersachsen. Lothar von Süpplingenburg (oder auch Supplinburg), seit 1125 deutscher König und seit 1133 deutscher Kaiser, stiftete sie im Jahre 1135 als Klosterkirche des von ihm gleichzeitig gegründeten Benediktinerklosters und gab ihr die Gestalt einer dreischiffigen kreuzförmigen Pfeilerbasilika. Im Hirsauer Bauschema*) entstanden zunächst die ornamentreichen Ostteile des Doms, nach dem Tode des Kaisers 1137 wurde das Bauwerk nach vereinfachten, reduzierten Plänen vollendet. Besondere Bedeutung erlangte der Kaiserdom durch den reichen künstlerischen Schmuck, den ihm ein italienischer Steinmetz, der Meister von Königslutter, wie er in der Literatur genannt wird, gab. Der Kreuzgang an der Südfront des Domes gilt als der schönste in Norddeutschland, der rätselhafte Jagdfries an der Außenwand der Hauptapsis ist einzigartig in der gesamten romanischen Kunst. |
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Der romanische Kaiserdom blieb fast vollständig erhalten. Die Westtürme wurden allerdings erst im 15. Jh. fertig gestellt, und um die gleiche Zeit erhielt der achteckige Vierungsturm seinen schönen Turmfries. Da die Ausmalung bis auf ganz wenige Reste aus romanischer und gotischer Zeit im Chor, unter den Westtürmen und an einigen Pfeilern des Mittelschiffes fast vollständig verschwunden war, erfolgte 1891 bis 1894 eine Neuvermalung der Kirche nach den Plänen von Dr. von Essenwein. |
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Gerhard mit Barbara und Johannes aus Braunschweig vor dem Marienportal. |
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Das Löwenportal an der Nordseite ist eines der eigenwilligsten romanischen Portale in Deutschland. |
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Die Decke des Hauptschiffes war ursprünglich flach, Chor und Querschiff waren bereits gewölbt. Es sind dies die ersten Grossgewölbe nördlich des Harzes. Die Bauweise des Domes wirkte als Vorbild für viele andere Sakralbauten. Der besondere Königslutterer Stil breitete sich im südlichen Niedersachsen und weiter in die angrenzenden Gebiete bis zur Elbe - Saale aus. |
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Der romanische Kreuzgang ist eine wahre Pracht. Jede Säule im Kreuzgang ist anders gestaltet. Leider existiert nur noch eine Hälfte vom Kreuzgang. |
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Furtwängler & Hammer Orgel von 1892 Die Orgel der Domkirche wurde 2010 restauriert und erklingt wieder im Originalzustand.
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Osterleuchter |
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Der berühmte Jagdfries an der Apsis. Das steinerne Bildprogramm des lombardischen Bildhauers Nikolaus aus dem Jahre 1135 ist von rätselhafter Symbolik. Insbesondere das zentrale Motiv - zwei Hasen fesseln einen liegenden Jäger - verwirrt seit jeher die Kunsthistoriker. In den voraus-gehenden Szenen des Frieses geht es noch plausibel zu: Zwei Jäger blasen ins Horn, Hunde hetzen einen Hirschen, schlagen ihre Zähne in Hase und Wildschwein. Eine Erklärung ist wahrscheinlich im mittelalterlichen Gedankengut zu finden: Die Rache der Hasen am Jäger. Im Tympanon der romanischen Kirche in Conques ist eine ähnliche Szene dargestellt. In der Hölle rösten zwei Hasen den gefesselten Jäger über dem Feuer. Das sind die Höllenqualen für den Wilderer.
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Hasen fesseln Jäger, Jagdfries in Königslutter Nach einer Deutung von Berhard Kuck verbirgt sich hier der Teufel. Klicken Sie mal auf das Bild |
Hasen rösten gefesselten Jäger über dem Feuer, Tympanon in Conques |
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Hirsauer Bauschema
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