Adalbert
und Ernst, Söhne von Leopold III.
Adalbert ist
der älteste Sohn von Leopold III. Wahrscheinlich stammt er aus einer ersten Ehe
(mit einer von Perg). Er übt die Vogtrechte über zahlreiche Klöster aus. Nach
dem Tod des Vaters streitet er mit den anderen Söhnen um das Erbe. Zum Zuge
kommt Leopold IV. Möglicherweise hatte Agnes, Leopolds III. Frau die Hand im
Spiel. Adalbert stirbt bereits 1138, zwei Jahre nach Leopold III.
Ernst der
Jüngling (gest. 1137), ein Sohn des Markgrafen Leopold III., ist hier bei einer
Jagdszene zu sehen. Über ihn ist sehr wenig bekannt. Seine Geburt wird um 1110
angesetzt, später wird er einige Male als Zeuge urkundlich genannt. Er wurde
zunächst im Stift Klosterneuburg bestattet und später nach Heiligenkreuz
überführt. Es wird berichtet, dass er ein
berühmter Jäger gewesen sei, daher wohl hier auch die Darstellung bei einer
Hirschjagd.
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Heinrich der Ältere von Mödling und seine Gattin Richza
Herzog
Heinrich der Ältere von Mödling (1158-1223), ein Sohn Herzog Heinrichs II
Jasomirgott und Theodora Komnena von Byzanz, hatte von seinem Bruder Leopold V.
die Herrschaft Mödling erhalten, wo er auch seinen Sitz hatte. Sein Beiname ist
etwas verwirrend, Mödling war natürlich kein eigenes Herzogtum, es erlebte aber
unter Heinrich einen großen Aufschwung. Die Darstellung zeigt den Zug Heinrichs
nach Mähren, wo er siegreich gegen den zuvor in Österreich eingefallenen
Böhmenherzog Sobieslaw vorging.
Die Burg im Hintergrund ist die Burg Mödling, auf der auch
Walther von der Vogelweide bei Herzog Heinrich zu Gast war. Die Ansicht scheint
wahrheitsgetreu zu sein, doch lässt sich das nicht genau feststellen, da von der
Burg
heute nichts mehr erhalten ist.
An
Heinrich den Älteren erinnert in Mödling heute noch der Karner, wie die
Pantaleonskapelle urkundlich seit 1346 genannt wird. Sie wurde vermutlich knapp
nach 1182 errichtet. Die kleine Loggia und die Kapitelle auf den Halbsäulen
stammen aus dieser Zeit. Ein Fresko in der Apsis des Karners zeigt Richza und
Heinrich (Bild digital bearbeitet).
Auch Heinrich Jasomirgott war in Mödling als
Bauherr tätig, wie eine Inschrift auf dem ehemaligen Armen-Pilgramhaus zeigt,
das heute als Pfarrheim genutzt wird.
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Herzog Leopold IV
Leopold
IV., * 1108 (?), † 18. 10. 1141 Niederaltaich (Deutschland), Sohn von Leopold
III., Markgraf v. Österreich (ab 1136)
Herzog von Bayern (ab 1139)
Obwohl jünger als die Brüder Adalbert und
Heinrich II. (Jasomirgott), wurde Leopold IV. 1136 Markgraf von Österreich.
Im Jahre 1137 kam der Vertrag von Mautern mit dem
Bischof von Passau zustande. Der Vertrag umfasste den Austausch von
Gütern, was dem Bischof ermöglichen sollte, ausserhalb des damaligen Wiens ein
Gotteshaus zu errichten, welches St. Stephan, dem Patron des Bistums Passau,
geweiht sein sollte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Wien schon zwei Kirchen, die Ruprechtskirche
und die Peterskirche. Der erste romanische
Bau von St. Stephan war um 1147 fertig gestellt und für die damalige Bevölkerung
viel zu gross. Die Kirche wurde nach dem Sonnenaufgang vom Stephanstag 26.
Dezember 1137 ausgerichtet.
Unter seiner Herrschaft
gründeten die Kuenringer das Kloster Zwettl, das er bestätigte und beschenkte.
Auf Grund des Konflikts zwischen König Konrad III
und Heinrich dem Stolzen (erster Mann von Gertrud), wurde Heinrich entmachtet
und Leopold IV wurde 1139 zum Herzog von Bayern. Er konnte sich dort nur
mit grossen Schwierigkeiten und der massiven Unterstützung seines Stiefbruders
König Konrad III. durchsetzen.
Dieser Kampf um die Vorherrschaft in Bayern
beschäftigt ihn bis an sein Lebensende.
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Heinrich der Jüngere von Mödling
Herzog
Heinrich der Jüngere von Mödling (1223-1236?) war der Sohn Herzog Heinrichs des
Älteren. Mit ihm erlosch die Mödlinger Linie der Babenberger. Seine Besitzungen
fielen nach seinem Tod an Herzog Friedrich II. Heinrich tritt politisch nicht
hervor, seine Hofhaltung zog aber wirtschaftliche und kulturelle Kräfte an. Er
wurde als ausgezeichneter Jäger bekannt. In dieser Funktion ist er auch
hier am Babenbergerstammbaum (Stift Klosterneuburg) dargestellt.
Die Szene zeigt eine Vogeljagd. Während im Vordergrund ein
Jäger mit einer Armbrust auf Wasservögel zielt, reitet der Herzog mit einem
Jagdfalken heran. Das Wasserschloss rechts ist die getreue Wiedergabe des
Schlosses Laxenburg, welches allerdings zur Zeit des Herzog Heinrich noch nicht
diese Gestalt hatte. Die gotische Form des Schlosses stammt aus dem 14.
Jahrhundert.
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Herzog Leopold V.
Leopold V. (* 1157; † 31. Dezember 1194 in Graz) war Herzog von Österreich
1177-1194 und der Steiermark 1192-1194.
Bereits zu Lebzeiten seines Vaters Heinrich Jasomirgotts wurde
Leopold V. 1174 mit dem mittlerweile zum Herzogtum erhobenen (1156) Österreich
belehnt. Nach dessen Tod im Jahr 1177 trat er hier auch die Nachfolge an. Durch
Verträge mit Herzog Otakar IV. sicherte Leopold sich und seinem Sohn Friedrich
die Nachfolge im Herzogtum Steier, der heutigen Steiermark.
Von einer Pilgerreise ins Heilige Land brachte Leopold eine
große Kreuzreliquie in seine Heimat mit und machte sie den Heiligenkreuzer
Mönchen zum Geschenk. Bis zum heutigen Tag wird diese kostbare Reliquie im
Kloster aufbewahrt und verehrt.
Leopold V. schloss sich auch dem dritten Kreuzzug an. Bei der
Belagerung und Eroberung Akkons am 12. Juli 1191 kam es zur Auseinandersetzung
mit dem englischen König Richard Löwenherz. Dieser soll damals ein
österreichisches Feldzeichen herab gerissen haben, woraufhin Leopold V.
beleidigt in seine Heimat zurückkehrte.
Nach dem Ende des Kreuzzuges im Jahre 1192 brach auch Richard
mit seiner Flotte auf, erlitt jedoch bei Aquilea Schiffbruch und musste den
Landweg nehmen, um nach England kommen zu können. Obwohl als Pilger verkleidet,
wurde er Ende Dezember 1192 in Wien (Erdberg) erkannt, aufgegriffen und von Leopold V auf der
Burg Dürnstein gefangen gesetzt. Im folgenden Jahr lieferte Leopold seinen
Gefangenen an Kaiser Heinrich VI. aus und erhielt dafür einen Teil des
erpressten Lösegelds.
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Leopold
V., Glasfenster im Brunnenhaus im Kreuzgang vom Stift Heiligenkreuz.
Herzog Friedrich I.
Friedrich I. (* um 1175; †
16. April 1198 auf der Heimreise aus Palästina) war Herzog von Österreich
1194-1198.
Entgegen früherer Pläne wurde nach dem Tod
Leopolds V. die Herrschaft geteilt: Sein ältester Sohn Friedrich I. erhielt das
Herzogtum Österreich, dessen jüngerer Bruder Leopold VI. hingegen regierte über
die Steiermark.
Die ersten Jahre von Friedrichs Regierung in
Österreich waren durch die Hypothek der väterlichen Politik belastet. Nach zähen
Verhandlungen musste er sich dazu bereit erklären, den noch nicht verbrauchten
Teil des Lösegeldes, das sein Vater für die Gefangennahme und Auslieferung von
König Richard Löwenherz erhalten hatte, zurückzuerstatten. Außerdem gelobte
Friedrich, an einer bevorstehenden Kreuzfahrt teilzunehmen, die er 1197 auch
antrat.
Schon im folgenden Frühjahr 1198 raffte ihn,
fern von der Heimat, eine schwere Krankheit dahin. Sein Leichnam wurde more
teutonico - also nur die (ausgekochten) Gebeine - nach Österreich überführt.
Wie sein Vater wurde auch er in Heiligenkreuz beigesetzt.
Der Gedanke, dass sein Leichnam ausgekocht wurde
ist für uns heute schrecklich. Für die damalige Zeit war diese Methode aber
äusserst praktisch: weniger Gewicht und kein Gestank.
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Heinrich der
Grausame, Sohn Leopolds VI.
Der zweite Sohn Herzog Leopolds VI. wurde 1225
mit Agnes, der Tochter des Landgrafen Hermann von Thüringen vermählt. 1226
während der Abwesenheit seines Vaters, eroberte er Hainburg und vertrieb seine
Mutter Theodora.
Er starb 1227.
Das Bild aus dem Babenbergerstammbaum zeigt
rechts die Eroberung Hainburgs und links die Flucht Theodoras.
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Agnes
von Thüringen, Gattin Heinrich des Grausamen
Agnes von Thüringen, geboren um 1206, gestorben
1247. , Tochter von Hermann I. von Thüringen und der Sophie von Bayern.
Kirchliche Trauung (1) am 20.11.1225 in Nürnberg mit Heinrich von Österreich
(der Gottlose, der Grausame) .
Kirchliche Trauung (2) nach 1228 mit Albrecht I. von Sachsen-Wittenberg.
Nach dem Tod Heinrich des Grausamens heiratet die Witwe Agnes ein zweites Mal in
Wittenberg an der Elbe.
Aus der ersten Ehe stammt 1 Kind, die Tochter Gertrud.
Aus der zweiten Ehe stammen: 2 Kinder.
Angeblich
ist sie auch in Wittenberg bestattet. Das wäre ja nur logisch, ihr zweiter Mann
Albrecht I. wird sie kaum zum ersten Mann zurückgebracht haben.
Wer liegt denn da
wohl in Heiligenkreuz? So sieht es unter der Grabplatte aus.
Für allfällige Interessenten habe ich einen
Stammbaum der Agnes von Thüringen angefertigt.

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Rudolf und Heinrich,
Enkel von Rudolf von Habsburg
Die ersten Habsburger versuchten die Traditionen
der Babenberger zu übernehmen um die Nachfolge zu legitimieren. Wahrscheinlich
sind die beiden Habsburger deshalb hier bestattet.
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