Der Alte Frauenaltar - Maria in der Sonne

Der Alte Frauenaltar beherbergt das Gnadenbild aus dem Jahr 1493, „Maria in der Sonne".
Die Mariendarstellung ist dem
Schongauerstich
„Madonna mit dem Apfel" nachempfunden. Zum Vergleich mit der Maus auf
das Bild fahren. Das Jesuskind hält einen Apfel
(Symbol der Liebe Christi), zwei Engel halten die Habsburger Hauskrone (die rudolfinische Hauskrone wurde als österr.
Kaiserkrone nach 1804 zur wichtigsten Insignie des habsburgerischen Kaisertums).
Maria hat den Mond zu Füßen und ist von der Sonne umstrahlt.
Diese Art der Mariendarstellung geht wahrscheinlich auf einen Satz in der Offenbarung des Johannes zurück: „Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“
– Offb 12,1
Zu ihren Füßen bei der Mondsichel beten die Stifter den Rosenkranz - nach Geschlechtern getrennt.
Martin Schongauer (* um 1445/50 in Colmar, Elsass; † 2. Februar 1491 in Breisach am Rhein) war ein deutscher Kupferstecher und Maler.

Oberhalb des Altarbildes wiederholt sich die Szene. Zwei - diesmal barocke - Engel halten die Habsburger Hauskrone über Maria. Ganz oben steht „Mater admirabilis".

Ein Foto (mit Blick auf den Alten Frauenaltar) so fast ganz ohne Touristen ist schon etwas besonders.

