Die Stadt Bergamo liegt in der Region Lombardei nordöstlich von Mailand. Die alte Oberstadt Città Alta, die mit der Seilbahn erreichbar ist, ist geprägt von kopfsteingepflasterten Straßen, die von venezianischen Mauern umgeben sind. Hier befinden sich der Dom von Bergamo, die Kathedrale der Stadt, sowie die romanische Basilika Santa Maria Maggiore und die Cappella Colleoni, eine Kapelle mit Fresken aus dem 18. Jahrhundert von Tiepolo.
Piazza Vecchia
Der dortige Palazzo della Ragione ist der älteste existierende Stadtsitz in der Lombardei. Er geht auf das Ende des 11. Jahrhunderts zurück. Der Stadtturm ist der als "il Campanone" bekannt. In der Mitte der Piazza Vecchia befindet sich der Contarini-Brunnen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes sehen wir den Palazzo Nuovo, der bis 1873 Sitz der Stadtverwaltung war. Heute beherbergt er die Angelo-Mai-Bibliothek.
Basilika Santa Maria Maggiore
Das Nordportal (Porta dei Leoni Rossi) ist mit einer aufwändig gestalteten Vorhalle überdacht, die aus dem Jahr 1353 stammt und im 14. Jahrhundert überarbeitet wurde. Die tragenden Säulen vor dem Eingang ruhen auf Löwen aus rotem Veroneser Marmor. Über dem Bogen öffnet sich eine Loggia mit Statuen der Heiligen Barnabas, Vinzenz und Alexander (zu Pferd). Über ihrer Mitte ist eine weitere Loggia, die eine Madonna mit dem Kind zeigt.
Dem Südportal (Porta dei Leoni Bianchi) ist eine einfacher gestaltete Vorhalle aus dem Jahr 1360 vorgelagert. Die äußeren Säulen ruhen auf weißen Löwen, während das innere Säulenpaar von je einer männlichen und einer weiblichen kauernden Figur gestützt wird.
Der Innenraum ist eine ursprünglich romanische, später barockisierte, dreischiffige Emporenbasilika aus dem Jahr 1173. In den Chorschranken befinden sich emblematische Intarsien nach Entwürfen von Lorenzo Lotto. Außerdem sind dort die Denkmäler und Gräber der Komponisten Gaetano Donizetti und Johann Simon Mayr zu finden.
Das Baptisterium ...
... neben der Basilika ist eine Mischung aus gotischen und Renaissance-Elementen. Die achteckige Struktur ist mit einer Reihe Säulen aus rotem Marmor verziert. Diese Säulen tragen eine Reihe von Nischen, in denen jeweils eine Statue zu sehen ist, die eine der Kardinal- und theologischen Tugenden symbolisiert. Ihr gegenüber stehen die Laster.
Acht Statuen der Seligpreisungen zieren das Gesims. Diese Figuren sowie der Engel, der die Laterne krönt, sind Produkte von Restaurierungen aus dem 19. Jahrhundert. Das Portal stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Spaziergang in der Oberstadt
Aussicht
Von der Festung "Rocca" hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt. Die Festung stammt aus dem 14. Jahrhundert. Ihr imposanter Bergfried ist von einer der Grünanlage umgeben, dem Parco delle Rimembranze.
