Bellinzona ist die Hauptstadt des südlichen Schweizer Kantons Tessin. Sie ist für ihre 3 mittelalterlichen Burgen bekannt. Dazu zählen das Castel Grande und das Castello di Sasso Corbaro. Beide Burgen bieten Blick auf die Stadt, die umliegenden Alpen und das Castello di Montebello, die dritte Burg.
Jeden Samstag findet in der Altstadt ein Wochenmarkt statt.
Die Via Torre führt zum Piazza del Sole. Dort gibt es einen Lift, der zum Castel Grande hinauf führt.
Stiftskirche St. Pietro e Stefano
Die Collegiata dei Santi Pietro e Stefano in Bellinzona ist ein Renaissancejuwel mit barocken Elementen und Sitz der Stadtpfarrgemeinde. Sie beherbergt Kunstwerke aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, darunter die berühmte Fontana Trivulzio von 1465 und eine Orgel, deren Ursprünge bis ins Jahr 1588 zurückreichen. Erbaut auf den Fundamenten älterer Kirchen zwischen 1515 und 1543, wurden ihre Fassade und Innenräume im Laufe der Jahrhunderte durch die Arbeit bedeutender Künstler und Handwerker wie Rodari, Caresana und vieler anderer bereichert, wodurch eine faszinierende Mischung aus Stilen und Dekorationen entstand, zu denen Stukkaturen, Fresken und Skulpturen gehören.
Blick von der Kirche auf die Piazza Collegiata
Palazzo Civico
Von der Kirche Collegiata geht es unter den Arkaden weiter zur Piazza Nosetto, die von dem imposanten Palazzo Civico (Rathaus) beherrscht ist. Obwohl dieses vom Stil nach Renaissance aussieht, wurde es anfangs des 20. Jhds. erbaut und zwar mit Material des vorgehenden Gebäudes, das aus dem 15. Jhd. stammte.
Piazza Nosetto mit Wochenmarkt
Nun folgt man der Via Camminata bis zur Piazza Indipendenza, mit dem Obelisken, der 1903 zum Gedenken an den hundertsten Jahrestag des Beitritts des Tessins zur Eidgenossenschaft errichtet wurde.
Am Ende der Piazza Indipendenza hat man einen Blick auf die Stadtmauer und das Castello di Montebello.
Die drei Burgen von Bellinzona mit ihren eindrucksvollen Festungsmauern und der beeindruckenden Wehrmauer „Murata“ wurden in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.
Santa Maria delle Gracie
Die Kirche Santa Maria delle Gracie ist Ende des 15. Jahrhunderts entstanden und gehörte zu einem Franziskanerkloster, das Mitte des letzten Jahrhunderts aufgehoben wurde. Das Innere, das durch eine breite Querwand aufgeteilt ist, wie es bei Franziskanerkirchen üblich war, beeindruckt durch seine räumliche Harmonie. Die Querwand ist von einem großen Renaissance Fresko überdeckt. Im Zentrum befindet sich eine Kreuzigung und in fünfzehn darum herum angeordneten Bildern wird das Leben Christi dargestellt. Das Werk verdanken wir einem begabten, leider unbekannten lombardischen Maler, der es zwischen 1495 und 1505 schuf.
Ein weiteres schönes Fresko befindet sich in der Kapelle rechts unter dem großen Wandbild. Es ist der hier gehuldigten Dormitio Mariae geweiht, deren aus Holz geschnitzte schlafende Figur in einer verzierten, vergoldeten Urne zu sehen ist. Das Fresko wird einem Künstler aus dem Kreis des Gaudenzio Ferrari zugeschrieben.