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Kaiserin Elisabeth
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Die Augustinerkirche ist eng mit der Geschichte der Stadt Wien und des Kaiserhauses verbunden. Von 1634 bis 1918 war sie die k. k. Hofpfarrkirche, in der viele Mitglieder des Kaiserhauses geheiratet haben und regelmäßig an den Gottesdiensten teilnahmen.

Blick vom Helmut Zilk Platz in die Augustinerstrasse. Links neben der Albertina beginnt das Augustinerkloster. Rechts ist das Palais Lobkowitz.


Im 17. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Ausstattung der Augustinerkirche durch eine aufwendige Barockeinrichtung ersetzt. Es entstanden 18 neue Altäre, von denen die meisten mit Kapellen ausgestattet waren. Sie alle fielen Ende des 18. Jahrhunderts der Regotisierung zum Opfer.

Im Jahr 1690 wurden die Kircheneingänge auf die Straßenseite verlegt und 1719 wurde die neue Sakristei eingerichtet. Im Jahr 1783 wurde die Augustinerkirche Stadtpfarre. Ihre heutige Gestalt erhielt sie durch Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, der den barocken Innenraum regotisierte (1784/1785). Von ihm stammte auch ein neuer Hochaltar.

Die Kirchenbänke in den östlichen Langhausjochen mit ihren reich ornamentierten Wangen und biblischen Szenen an den Stirnseiten wurden um 1730 von Johann Baptist Straub angefertigt. Die Bänke mit den intarsierten Wangen, die jeweils das Emblem Kaiser Karls VI. zeigen, stammen aus der unter Kaiser Joseph I. und unter Maria Theresia veränderten Kammer- oder Josefskapelle in der Wiener Hofburg sowie aus dem ehemaligen Jakoberkloster.


In der Mitte des Altars ist Christus als Weltenherrscher dargestellt, umgeben von zahlreichen Engelsfiguren. Zu sehen sind auch die Namenspatrone von Kaiser Franz Josef.


Die Hochzeit von Kaiser Franz Joseph I. und Herzogin Elisabeth in Bayern (Sisi) fand am 24. April 1854 hier in der Wiener Augustinerkirche statt. Die damals 16-jährige Sisi und der 24-jährige Kaiser wurden von 70 Bischöfen getraut. Die fünf Tage andauernden Feierlichkeiten entsprachen jedoch eher einem strengen höfischen Protokoll als einem Film-Märchen.


Canova-Denkmal

Auf der rechten Seite befindet sich das monumentale Hauptwerk von Antonio Canova: das Grabdenkmal für Erzherzogin Marie Christine, Tochter Maria Theresias und Gattin Albrechts von Sachsen-Teschen.

Über eine Stufenanlage erhebt sich die Grabpyramide mit einem illusionistischen Grabtor, das ins Totenreich führt. Darauf zuschreiten der Trauerzug mit den Personifizierungen der Tugend (mit einer Urne) und der Caritas (die einem Greis beim Gehen hilft). Auf den Stufen ruht der Löwe als Symbol der Macht, auf der Wandpyramide hält über dem Tor ein Genius das Bildnismedaillon der Erzherzogin. Das von 1798 bis 1805 erbaute Grabmal gilt als Hauptwerk der klassizistischen Grabmalkunst.


Orgelempore

Hier hat Franz Schubert seine Messe in F-Dur dirigiert und Anton Bruckner seine Messe in f-Moll uraufgeführt.


Im Chorraum auf der linken Seite befindet sich dieses Ölgemälde von Johann Franz Greippel. Es stammt aus dem Jahr 1784 und zeigt den toten heiligen Nepomuk.